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Kuba: Karibischer Drink-Genuss
gestern und heute

Rebecca_Mathys
Brandmanager Latino Brands
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Kuba: Karibischer Drink-Genuss gestern und heute


Denken wir an Kuba und Barkultur, dann denken wir an den Rum – und an ikonische Cocktails wie den Daiquiri oder den Mojito. Wann ist diese einzigartige Genusswelt entstanden und wo steht sie heute? Wir nehmen dich mit auf eine kleine Reise in die Karibik.


Am Anfang müssen wir ein gängiges Klischee aus dem Weg räumen: Denn wer glaubt, Kuba sei erst mit der Prohibition in den USA zu einem Cocktail-Eldorado geworden, in dem jene Cocktails entstanden, die wir heute mit der Insel verbinden, liegt falsch, auch wenn man es oft genau so liest. Denn schon lange bevor die Produktion und der Ausschank von Alkohol im grossen Land nördlich der schmalen Karibikinsel verboten wurden, wusste man auf Kuba Drinks zu mixen und zu geniessen.

Cuba

Barkultur schon seit Mitte des 19. Jahrhunderts

Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts wurden in kubanischen Bars Cocktails gemixt und serviert – also ziemlich genauso lange wie in den Vereinigten Staaten. Der wohl ikonischste Drink, der Mojito, entstand zum Beispiel in dieser Zeit. Wie und wann genau, lässt sich allerdings nicht mehr nachverfolgen: Manche Quellen sagen, Sklaven auf den Zuckerrohrplantagen hätten ihn erfunden, andere behaupten, ein Bartender am Strand von Santiago de Cuba habe ihn Anfang des 19. Jahrhunderts zuerst gemixt. Wieder andere berichten, der Mojito sei eine Art Notlösung für durstige US-Touristen gewesen, die einen Mint Julep wollten und diesen mangels Whiskey mit Rum serviert bekommen hätten. Auch der zweite grosse Cocktail der Insel soll so entstanden sein: Als 1898 in Daiquiri im Südosten Kubas ein Geschäftspartner von Jennings Stockton Cox, Chef der Spanish-American Iron Company, einen Gin Sour trinken wollte, nahm Cox kurzerhand Rum statt Gin (der war nicht zur Hand). Selbst der so einfache wie beliebte Cuba Libre ist, so zeitlos er heute wirkt, uralt: Coca-Cola begann nämlich bereits 1900, seine koffeinhaltige Limonade auf die Insel zu verschiffen. Dass die Brause dort nicht immer nur pur getrunken wurde – logisch. Last but not least der vielleicht edelste kubanische Cocktail, der «El Presidente» aus Rum, trockenem Wermut, Orange Curaçao und Grenadine: Er wurde im Jahr 1915 von einem kubanischen «Cantinero», wie die Bartender der Insel bis heute so wunderschön genannt werden, kreiert. Der berüchtigte «Volstead Act», der das Alkoholverbot in den USA regelte und 13 Jahre Gültigkeit behielt, trat aber erst 1920 in Kraft. Heisst: Als Kuba zum Trinkrefugium für die Amerikaner wurde, war die Barkultur schon längst da.

Trink-Tourismus

Richtig jedoch ist: Als in den USA die Destillerien, Brauereien und mit ihnen die Bars verboten wurden, zog es viele Amerikaner nach Kuba. Mit ihnen kam das Geld, viel Geld. Diverse Hotels wurden aufgekauft, neue hochgezogen und die Bars – damals oft Hotelbars – florierten. Schiffs- und Flugverbindungen wurden eingerichtet. Ein verlängertes Wochenende am Strand beziehungsweise an der Bar? Für Gutbetuchte kein Problem. So entstand bald eine ganze Freizeitindustrie auf Kuba. Und der Durst der Gäste auf Drinks war unendlich gross. Vor allem natürlich auf solche, die man aus US-Sicht als «typisch kubanisch» erachtete – also mit Rum, der hier schon seit der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts hergestellt wird. Der zweifellos berühmteste aller Exilanten, Ernest Hemingway, prägte den Spruch: «Mein Mojito in der Bodeguita und mein Daiquiri in der Floridita», womit er zwei der bekanntesten Bars der Insel meinte, in denen er diese Cocktails jeweils (sehr oft und reichlich) genoss. Seit 2003 sitzt die Autorenlegende in Form einer Bronzestatue wieder auf seinem Platz im «El Floridita» und bekommt täglich seinen Daiquiri serviert.

Etwas weniger bekannt hingegen ist heute noch der – Vorsicht Zungenbrecher! – Canchánchara. Auch dieser Cocktail ist wie der Daiquiri eine Art Sour, der mit Honig bzw. Runny Honey (Honigsirup) und Limettensaft gemixt wird. Die im Original verwendete Spirituose ist jedoch kein klassischer Rum, sondern Aguardiente: Das wiederum ist die kubanische Version des Cachaça, der aus frischem Zuckerrohrsaft hergestellt wird und nicht aus Melasse wie Rum. Was ihn «in the mix» zu einer erfrischenden Alternative macht, die man durchaus als Geheimtipp für den Sommer bezeichnen kann.

Rum_Drink

Rum in allen Facetten

Aguardiente wird auch heute noch auf Kuba destilliert – verschiedene Hersteller bieten ihre Produkte auch international an. Und Rum natürlich sowieso: Rund 100 Marken gibt es von der Insel. Über grosse Riesen, viele kleinere Marken bis hin zu handwerklichen Rum-Manufakturen prägen Kubas heutige Rum-Landschaft. Kuba produziert und exportiert sowohl weissen Rum, der bis zu drei Jahren in Edelstahlfässern lagert, als auch braunen Rum, der in Holzfässern reift. Und ähnlich wie beim Whisky gibt es auch hier besondere Qualitäten mit langer Reifung in verschiedenen Fassarten, die vor allem für den puren Genuss gedacht sind. Kubas Rum-Vielfalt ist nahezu unerschöpflich.

Eine in vielerlei Hinsicht ganz besondere Art von kubanischem Rum stellt Black Tears dar: Hierbei handelt es sich nämlich um den ersten Spiced Rum der Insel. Er wird u.a. mit Vanille, Kaffee, Pfeffer und der karibischen Paprikaschote Ají Dulce verfeinert. Eine junge Marke: Hergestellt wird «Black Tears» erst seit 2016. Seine Basis jedoch bildet ein alter kubanischer Premium-Rum, der in Tausenden von Fässern in einem Lager der Insel schlummerte. Ein norwegisches Unternehmen konnte die kubanische Regierung überzeugen, dass sich aus diesem Schatz ein neues Produkt für den dynamischen internationalen Markt der Spiced Rums schaffen lasse. Die «The Island Rum Company» wurde gegründet und mit ihr Black Tears – der Name geht auf das traditionelle kubanische Lied «lágrimas negras» zurück. Black Tears gibt es mittlerweile auch in der Schweiz, und die perfekte Art, ihn zu geniessen, ist der «The Black Cuban» – das Rezept gibt es hier!

Black_Tears_Spiced

Black Tears Spiced Black Tears Spiced
40% Vol.  |  70 cl  |  Glasflasche
CHF 31.50