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Rhum Agricole:
Besonders frisch, besonders natürlich!

Rebecca_Mathys
Brandmanager Latino Brands
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Rhum Agricole: Besonders frisch, besonders natürlich!

 

Was beim Whisky wohlbekannt ist, nämlich dass es ihn in vielen Facetten gibt, hat sich beim Rum noch nicht so wirklich, rum-gesprochen. Mit weissem und braunem Rum allein ist es längst nicht getan: Hinter dem (Sammel-)Begriff Rum verbergen sich diverse unterschiedliche Typen und somit unterschiedliche geschmackliche Ausprägungen. Zum Beispiel: Rhum Agricole. Was es damit auf sich hat, erklären wir hier.


Fangen wir mit dem besonderen Namen an. Das französische Wort «Agricole» heisst zunächst nichts anderes als «landwirtschaftlich», weist im Rum-Universum also auf eine landwirtschaftliche Produktion hin. Konkret bedeutet das: kleinere Mengen, ein handwerklicher Herstellungsprozess und auch so etwas wie «direkt vom Feld», wenn man so will. Denn beim Rhum Agricole kommt – wie beim Cachaça – ausschliesslich frisch gepresster Zuckerrohrsaft als Rohstoffbasis zum Einsatz, oft sogar aus eigenem Anbau. Zucker, wie er manchen Rums zugesetzt wird, kommt in der Regel nicht ins Spiel, und auch die Farbe bleibt so, wie die Natur bzw. die Reifung im Fass sie schuf. Wer auf Natürlichkeit Wert legt, liegt beim Rhum Agricole goldrichtig.

Aus Zuckerrohrsaft, nicht aus Melasse

Dass wie bereits erwähnt Zuckerrohrsaft zum Einsatz kommt, stellt einen wesentlichen Unterschied zu herkömmlichem Rum dar, der bekanntlich aus Melasse hergestellt wird. Diese ist ein Nebenprodukt der (industriellen) Produktion von Zucker, und meist wird Melasse von verschiedensten Produktionen gemischt, sodass sich im Endprodukt keine Herkunft des Ausgangsprodukts Zuckerrohr mehr feststellen, geschweige denn erschmecken lässt. Jeder Rhum Agricole hat hingegen einen ganz eigenen Stil, den die jeweilige Anbauregion und Bodenbeschaffenheit – man könnte sagen, das Terroir – ein Stück weit mitprägt. Tropisch fruchtig, süss und opulent, würzig, grasig – alles ist drin, alles ist möglich. Was die Sache ausserordentlich spannend macht.

Zuckerrohr

C’est très français!

Doch wo kommen diese Rums her? Der Buchstabe «h», die aus der französischen Rum-Schreibweise übernommen wurde, kennzeichnet seine spezifische geografische Herkunft: Sie wurden und werden in den drei französischen Übersee-Départements Martinique, Guadeloupe und La Réunion produziert, also sowohl in der Karibik als auch im Indischen Ozean. Hier wird nach den AOP und AOC-Vorschriften («appellation d'origine protégée» bzw. «appellation d'origine controlée») produziert. Es gibt heute aber auch entsprechende Erzeugnisse aus Mauritius, Haiti und anderen tropischen Destinationen.

Dass es in den heutigen Übersee-Gebieten und einstigen Kolonien zu dieser besonderen Rum-Variante kam, hat einen bestimmten Grund: die Zuckerrübe. Denn wurde ursprünglich auch in diesen Gegenden Rum aus Melasse gemacht, löste die auch im kühlen Europa gedeihende Rübe ab dem 19. Jahrhundert den teuren Import von Zuckerrohr-Erzeugnissen ab. Die Nachfrage sank, somit brauchte man den Zuckerrohrsaft nicht mehr und musste nicht auf Melasse zurückgreifen, sondern konnte eben den Direktsaft verwenden – zum Beispiel für Spirituosen. Und so entstand eine neue Rum-Kategorie quasi aus einem Überschuss heraus.

Was Rhum Agricole mit Cognac zu tun hat

Es gibt noch eine weitere Besonderheit, die etwas mit dem französischen Erbe von Rhum Agricole zu tun hat: die Bezeichnung seiner Reifegrade. Die Varianten «VO» bzw. «VSOP» – very old bzw. very special old and pale – lagern im Fass, und zwar für drei bzw. bis zu fünf Jahre lang. Reift und ruht ein Destillat gar bis zu zehn Jahre, ist es ein Rhum XO, «extra old» bzw. «Hors d'Age» – ein ganz besonderer Genuss, harmonisch und tief. Man kennt diese Prädikate vom Cognac, und dass sie auch hier zum Einsatz kommen, ist kein Zufall: Im 19. Jahrhundert ersetzte nicht nur die Zuckerrübe das Zuckerrohr. In der zweiten Hälfte wütete auch eine desaströse Reblaus-Plage in ganz Europa. Nicht nur Wein, sondern der aus Weintrauben hergestellte Cognac war auf einmal rar, weil ein Grossteil der Rebflächen in der gleichnamigen Region von den gefrässigen Insekten vernichtet worden war. Rhum Agricole sollte die Nachfrage-Lücke füllen. Dabei wurden die etablierten Cognac-Klassifikationen übernommen – voilà.

Fazit:

Trotz seiner besonderen Qualitäten fristet diese Rum-Gattung ein Schattendasein und macht nur einen einstelligen Prozentanteil der globalen Rum-Produktion aus. Dabei handelt es sich um eine Spirituosenart, die zweifellos mehr Aufmerksamkeit verdient hat.

Unsere Drink-Empfehlung: einen Ti Punch mit Saint James Rhum Agricole Impérial Blanc

Ti_Punch

Eine kurz gelagerte Form des Rhum Agricole, das Pendant zum weissen Rum, ist der «Blanc». Er hat eine knackige Frische und eignet sich hervorragend als Zutat für Cocktails. Wer gerne Drinks mixt, dem sei als Signature-Empfehlung der «Ti Punch» mitgegeben. Der Klassiker aus Martinique präsentiert sich mit intensiv fruchtigem Geschmack, mit angenehmer Schärfe – und kommt zugleich puristisch daher wie ein Daiquiri:

 

und fertig! Die Details zum Rezept gibt es hier.

 

 

 

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